Schablonieren ist eine alte Technik, um dekorative Muster, Schriftzüge und Bilder auf Möbel, Wände, Accessoires, Leinwände, Kissenbezüge oder Lampenschirme zu bringen. Sie braucht kein zeichnerisches Talent – nur etwas Geduld und die richtige Farbmenge.

Wichtiger Hinweis vorab: Falls das Möbel noch gewachst, abgeschliffen oder künstlich gealtert werden soll, mache das immer nach dem Schablonieren – nie davor.
Welche Materialien brauchst Du?

- Kreidefarbe. Zum Schablonieren eignet sich Yellowchair Kreidefarbe besonders gut, weil sie etwas dicker ist und schnell trocknet – beides verhindert, dass Farbe unter die Schablone läuft.
- Schablonierpinsel. Ein Pinsel mit kurzen, härteren und gerade abgeschnittenen Borsten. Alternativ funktionieren auch ein Schwämmchen oder eine kleine Schaumstoffrolle.
- Schablone. Aus unserem Sortiment oder selbst geschnitten.
- Klebeband mit schwacher Klebkraft zum Fixieren.
- Ein Stück Papier oder Küchenrolle zum Abstreifen der Farbe.
Schritt für Schritt schablonieren
1. Untergrund vorbereiten
Die Fläche muss sauber, trocken und durchgetrocknet sein. Wenn Du vorher gestrichen hast, warte mindestens 24 Stunden, bevor Du die Schablone aufklebst – sonst reisst das Klebeband die frische Farbe mit ab.
2. Schablone fixieren
Lege die Schablone an und klebe sie an mehreren Stellen fest. Bei großen Motiven lohnt es sich, vorher mit Bleistift und Wasserwaage eine Hilfslinie anzuzeichnen.
3. Farbe abstreifen – der wichtigste Schritt
Nimm nur sehr wenig Farbe auf den Pinsel und streife den größten Teil auf einem Stück Papier wieder ab. Der Pinsel soll fast trocken wirken. Zu viel Farbe ist der häufigste Grund für unscharfe Kanten.
4. Tupfen statt streichen
Arbeite mit senkrecht aufgesetztem Pinsel in tupfenden Bewegungen von außen nach innen – also von der Schablonenkante zur Mitte des Ausschnitts. Streichende Bewegungen drücken Farbe unter die Schablone.
5. In Schichten aufbauen
Lieber zwei dünne Durchgänge als einer mit viel Farbe. Weil Kreidefarbe schnell trocknet, kannst Du meist direkt nachlegen.
6. Schablone abnehmen
Ziehe die Schablone gerade nach oben ab, nicht seitlich. Kleine Ausrutscher korrigierst Du mit einem feinen Pinsel in der Untergrundfarbe.
7. Schablone reinigen
Reinige die Schablone am besten sofort mit lauwarmem Wasser, solange die Farbe noch nicht angetrocknet ist. Flach trocknen lassen, dann bleibt sie plan.
Video: Schablonieren in der Praxis
Häufige Fragen
Warum läuft die Farbe unter die Schablone?
Fast immer, weil zu viel Farbe am Pinsel ist oder weil gestrichen statt getupft wurde. Streife den Pinsel gründlicher ab und arbeite von außen nach innen.
Kann ich auf gewachsten Flächen schablonieren?
Nein, auf Wachs haftet die Farbe nicht zuverlässig. Schabloniere immer vor dem Wachsen.
Wie versiegle ich das fertige Motiv?
Auf Möbeln mit transparentem Wachs oder Klarlack – die Unterschiede findest Du unter Wachs oder Lack.
Funktioniert das auch auf Stoff?
Ja. Wie Du Stoff mit Kreidefarbe bearbeitest, steht in unserer Anleitung Stoff streichen.
Hier findest Du alle Schablonen und die passenden Pinsel und Werkzeuge.
Wir bemühen uns, Dir nach bestem Wissen fachlich Auskunft zu geben. Alle Techniken wurden in der Praxis getestet. Da Umstände und Materialien jedoch immer unterschiedlich sind, übernehmen wir keine Haftung für die Anwendung der genannten Produkte und Techniken. Lies die Gebrauchsanweisung immer sorgfältig durch, beachte alle Sicherheitsmaßnahmen und lege immer einen Testbereich an. Natürlich kannst Du uns jederzeit kontaktieren, um Rat einzuholen.